Home | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
Foto Katrin Güthlein
KIT-Career Service Karriereberatung
+49 721 608-46988
katrin guethleinQot2∂kit edu

Bewerben in Englisch

Die nachfolgenden Tipps beziehen sich auf eine Bewerbung in englischer Sprache im englischsprachigen Ausland. Bewerbungen für Deutschland, die in Englisch verfasst werden sollen, sollten Sie entsprechend einer deutschen Bewerbung aufbauen.

 

Lebenslauf

Generell gelten für einen Lebenslauf in Englisch die gleichen Regeln wie im Deutschen – besonders wichtig sind in beiden Fällen eine übersichtliche Darstellung sowie eine klare und einheitliche Struktur.

Einige Besonderheiten sollten Sie bei einer Bewerbung im englischsprachigen Ausland dennoch beachten.

CV oder Résumé?

Ein CV (Curriculum Vitae) enthält, ähnlich zum deutschen Lebenslauf, alle Informationen und Stationen eines Werdegangs und findet heute vor allem noch bei Positionen in der Wissenschaft im englischsprachigen Raum Anwendung.

Für Bewerbungen bei Unternehmen wird in den USA, und inzwischen auch mehrheitlich in allen anderen englischsprachigen Ländern, in der Regel ein Résumé verlangt, also eine Zusammenfassung der für die jeweilige Stelle wichtigsten Informationen. Bitte beachten Sie, dass in Großbritannien von „CV“ die Rede sein kann, aber dennoch ein Lebenslauf im Stil eines Résumé gewünscht ist. Entscheidend ist hier vor allem das Ziel Ihrer Bewerbung – Wirtschaft oder Wissenschaft.

Umfang

Ein Résumé sollte bei Bachelor- und Master-Studierenden oder -Absolventen nicht länger als eine Seite sein. Doktoranden oder Bewerber mit Berufserfahrung können ihr Résumé auf bis zu 2 Seiten darstellen.

Ein CV kann, wie ein deutscher Lebenslauf, 2-3 Seiten lang sein.

Layout und Formatierung

  • Während im Deutschen manchmal Designelemente wie farbige Hervorhebungen oder grafische Elemente genutzt werden, sind CVs und Résumés in der Regel sehr einfach gehalten und auf das Wesentliche reduziert. Hervorhebungen sind z. B. durch kursiven, fetten, unterstrichenen Text, größere Schriftart oder Großbuchstaben möglich.
  • Die Seitenränder eines englischsprachigen Lebenslaufs sollten überall gleich groß und mindestens 2 cm breit sein.
  • Die Standardgröße von Dokumenten in den USA entspricht nicht der A4-Norm, sondern dem „Letter“-Format. Passen Sie diese Einstellung in Word daher entsprechend an (Seitenlayout ⇒ Format ⇒ Letter).
Inhalte

Name, Kontaktdaten

  • Der Name erscheint als „Überschrift“ des Dokuments und etwas größer als der Rest des Textes („CV“ o.ä. wird nicht genannt). Die Kontaktdaten werden unmittelbar unter dem Namen angegeben. Hierzu gehören E-Mail und Telefonnummer. Denken Sie ggf. auch daran, die entsprechende Ländervorwahl einzufügen. Zusätzlich kann hier auch auf Online-Profile wie LinkedIn hingewiesen werden. Die Postanschrift muss nicht zwingend genannt werden.
  • Anders als im deutschen Lebenslauf sollten Sie auf keinen Fall persönliche Daten wie Geburtsdatum oder Familienstand nennen. Auch auf ein Foto sollten Sie – vor allem in den USA – unbedingt verzichten.

Ausbildung

  • In den USA wird üblicherweise nur das Abschlussdatum (Monat und Jahr) des Studiums, nicht der Studienzeitraum, angegeben. Falls das Studium noch nicht abgeschlossen ist, schreibt man „expected“ und gibt Monat und Jahr des erwarteten Abschlusses an.
  • Sowohl das Thema der Abschlussarbeit als auch Studieninhalte wie Seminare und Vorlesungen („relevant coursework“) können angegeben werden, wenn diese einen Bezug zur Stelle aufweisen.
  • Falls Sie Ihren (aktuellen) Notenschnitt angeben möchten, beachten Sie Unterschiede im Bewertungssystem Ihres Ziellandes und geben ggf. Umrechnungen an, um Missverständnisse zu vermeiden (z. B. 1,0 im deutschen System entspricht 4,0 im amerikanischen).
  • Sobald Sie sich im Masterstudium befinden, wird die Schulausbildung nicht mehr angegeben.

Praktische Erfahrung

  • Praktische Tätigkeiten können im Résumé unter einer einzigen Überschrift, z. B. „Experience“ zusammengefasst werden. Alternativ ist eine weitere Unterteilung in spezifischere Überschriften – wiederum angepasst an die Stelle – möglich, z. B. „Work experience“ (für Bewerber mit Berufserfahrung), „Leadership experience“, „Business experience“, „Research experience“. CVs können darüber hinaus weitere Abschnitte enthalten, vergleichbar mit dem deutschen Lebenslauf.
  • In noch größerem Maße als im deutschen Lebenslauf werden im Résumé Inhalte an die konkrete Stelle angepasst. Erfahrungen und Fähigkeiten, die für die jeweilige Stelle relevant sind, können im Gegenzug ggf. detaillierter und mit Beispielen erläutert werden.
  • Tätigkeiten werden anders als im Deutschen nicht im Nominalstil, sondern mit Hilfe von „Action Verbs“ beschrieben. Die Sprache sollte sehr spezifisch sein. Häufig werden hier auch Quantifizierungen oder konkrete Arbeitsergebnisse, insbesondere Erfolge, angeführt.
  • Trotz der ausführlicheren Tätigkeitsbeschreibung werden keine ganzen Sätze und keine Personalpronomen verwendet.
  • Folgender Struktur können Sie für den Aufbau Ihrer Tätigkeitsbeschreibungen folgen:
    1. (action verb) conducted
    2. (project) research on competitive products in the electrical drives industry
    3. (result) to serve as a benchmark for (company xy)’s e-drive development

Kenntnisse & Interessen

  • Sprach- und IT-Kenntnisse werden meist sehr knapp am Ende des Dokuments genannt.
  • Neben Hobbies kann bei Interessen auch freiwilliges Engagement genannt werden, falls dies in vorherigen Abschnitten keinen Platz gefunden hat.

Referenzen

  • Bei englischsprachigen Bewerbungen werden keine Zeugnisse mitgesendet. Stattdessen können im Lebenslauf Referenzen („Referees“) mit Name, Position und Kontaktdaten am Ende des Dokuments genannt werden. Bei Bewerbungen außerhalb der Wissenschaft werden heutzutage Referenzen häufig nicht mehr angegeben. Dennoch sollten Sie Referenzgeber bereithalten, auf die Sie auf Nachfrage verweisen können. Werden im Lebenslauf keine Referees genannt, kann auch auf den Hinweis „References available upon request“ verzichtet werden.

 Weitere Inhalte

  • „Career Objective“ / „Personal Profile“: Optional kann zu Beginn des Résumés eine konkrete und individuelle Zusammenfassung Ihres Profils oder des Ziels der Bewerbung formuliert werden, falls sich dafür auf der Seite noch Platz findet.

Anschreiben

Die Anforderungen an ein Anschreiben in einer englischsprachigen Bewerbung stimmen größtenteils mit denen an ein deutsches überein. Dennoch gibt es auch hier einige Besonderheiten.

 

Format

  • Beachten Sie auch beim Anschreiben, dass die Standardgröße von Dokumenten in den USA das „Letter“-Format ist und passen Sie die Einstellung in Word an.
  • In Großbritannien ist die Absenderadresse rechtsbündig formatiert. Der Name des Absenders wird nicht genannt. In den USA steht der Absender standardmäßig links. In jedem Fall können Sie alternativ eine Kopfzeile für die Absenderdaten nutzen.
  • Das Datum erscheint zwischen Absender und Adressat; in den USA linksbündig, in Großbritannien links- oder rechtsbündig.
  • Beim Adressaten wird der Ansprechpartner, falls bekannt, vor der Organisation genannt.
  • Ein Betreff ist nicht zwingend nötig. Wird ein Betreff angegeben, kommt dieser in den USA entweder vor der Anrede (wie im Deutschen) oder nach der Anrede. In Großbritannien wird der Betreff immer nach der Anrede, also vor dem eigentlichen Text des Anschreibens, genannt.
  • Nach der Anrede kommt im Amerikanischen ein Doppelpunkt. In Großbritannien verwendet man ein Komma.

Inhalt

  • Im Einstieg nennen Sie den Grund Ihres Schreibens, den Titel der Stellenausschreibung und wie Sie von dieser erfahren haben. Falls Sie bereits persönlichen Kontakt zum Unternehmen hatten, sollten Sie dies hier ebenfalls nennen. Idealerweise geben Sie hier auch kurz an, warum Sie genau zu dieser Stelle passen.
  • Im Hauptteil gehen Sie, analog zum deutschen Anschreiben, auf Ihre fachliche, praktische und persönliche Eignung für den Job ein und geben jeweils Beispiele dafür. Auch hier sollten Sie Action Verbs verwenden.
  • Im Schlussteil bedanken Sie sich für die Zeit und Berücksichtigung der Bewerbung und formulieren den Wunsch, sich in einem Interview kennenzulernen.
  • Sprechen Sie mit dem Anschreiben einen konkreten Ansprechpartner an, verabschieden Sie sich in Großbritannien mit „Yours sincerely“. Haben Sie Ihr Anschreiben an keine bestimmte Person gerichtet („Dear Sir or Madam“), verabschieden Sie sich mit „Yours faithfully“. In den USA können Sie in beiden Fällen „Sincerely“ verwenden. Auch Grußformeln wie „With best regards“ sind möglich. Nach der Grußformel kommt immer ein Komma.
  • Ihren Namen am Ende des Anschreibens müssen Sie nicht handschriftlich einfügen.

Beispiele