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Im Gespräch mit Robert Heck

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Robert Heck

Robert Heck studierte ab 1985 an der damals noch Universität Karlsruhe Mathematik. Nach seinem Studium arbeitete er im Rahmen eines Traineeprogramms in Stuttgart, Gaggenau und Brasilien bevor er im Organsiationsbereich von Daimler in Sindelfingen eine feste Stelle bekam.
Dieses Jahr organisiert er für alle Alumni der Mathematik zwischen 1985-91 ein Treffen am KIT. Das Alumnitreffen findet am 22. Juni am Institut für Mathematik statt.

 

Sie arbeiten heute bei Daimler im Bereich Strukturorganisation. Was haben Sie in Ihrem Studium gelernt, was Sie heute noch brauchen?
Wie wahrscheinlich bei vielen ist der Inhalt meines Studiums sehr weit von dem entfernt, was ich heute wirklich mache.
Als Mathematiker wird man auf analytisches Denken geschult. Komplexe Zusammenhänge findet man in der Mathematik und auch um strukturorganisatorische Fragestellung bearbeiten zu können ist oft eine Reduktion von komplexen Zusammenhängen  auf das Wesentliche notwendig – ohne dabei die vielfältigen Einflussfaktoren und Variablen zu vergessen. Sicherlich waren diese Fähigkeiten schon vor meinem Studium da, aber durch das Mathematikstudium wurden sie noch gestärkt. Für meinen jetzigen Job sind sie unverzichtbar.

 

Als ich gehört habe, Sie sind Mathematiker, habe ich sofort überlegt, ob Sie in einer Versicherung arbeiten.
Für mich stellte sich schon während meines Studiums die Frage, wo ich später arbeiten möchte. Ich habe deshalb ein Praktikum gemacht – eines bei einer Versicherung und eines in der Industrie. Am Ende hat nicht nur das Praktikum sondern auch das Angebot überzeugt: Der Job schien interessanter, vielfältiger und ich konnte ins Ausland. Nachdem ich während meines Studiums nicht ins Ausland gegangen bin, war dies für mich ein wichtiges Kriterium.
Zudem hatte ich mir schon lange die Frage gestellt, wie Unternehmen eigentlich funktionieren. Deshalb bin ich nach meinem Berufseinstieg auch schnell in der Organisationsentwicklung gelandet. Hier bekommt man einen sehr guten Ein- und Überblick ins Unternehmen.

 

Sie sind bei Daimler eingestiegen und auch heute noch dort. Haben Sie das Gefühl, etwas verpasst zu haben?
Nein. Meine heutige Position ist für mich auch heute noch sehr spannend. Es gibt immer wieder neue Fragestellungen und mit meiner Erfahrung lassen sich die vielen Herausforderungen angehen. Ich schätze besonders, dass man Gestaltungsspielraum besitzt und zudem Einfluss – wenn auch sehr indirekt – auf die Entwicklung der Unternehmensstruktur  hat. Zudem lässt mir der Beruf Zeit für meine Familie und meine Hobbies, wie z.B. das Kontrabass-Spielen.

 

Sie spielen Kontrabass?
Ich habe sehr spät, erst während meines Studiums, mit dem Kontrabass-Spielen angefangen. So hat es natürlich auch einige Zeit gedauert, bis ich dann in einem Orchester/Ensemble mitspielen konnte. 1995 habe ich dann für das UNI Orchester eine Tour in Brasilien organisiert und war auf einigen Konzertreisen in den USA und Spanien. Seit 2004 bin ich in einem Orchester in Bietigheim engagiert und habe auch hier einige Konzertreisen nach Italien organisiert. Das ehrenamtliche Engagement bereichert mein Leben und hilft mir zudem mit interessanten Menschen aus anderen Bereichen zusammen zu kommen.

 

Dieses Jahr organisieren Sie ein Alumnitreffen der Mathematik-Studierenden in den Jahren 1985-1991. Wie kam es zu diesem Engagement?
Bereits vor einigen Jahren trafen wir uns einmal. Mit einigen ehemaligen Kommilitonen bin ich noch heute in losem Kontakt und zusammen mit ihnen hatte ich die Idee, das damalige Treffen zu wiederholen. Das KIT wurde inzwischen gegründet und es hat sich viel in „unserer“ Uni verändert. Wir möchten mehr über die aktuellen Entwicklungen erfahren. Zudem gilt es natürlich auch, andere Mathematiker kennen zu lernen und das eigene Netzwerk wieder ein bisschen weiter zu machen – neue Menschen bereichern und bringen einen oft auch auf neue Ideen.