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Dagmar Vössing
Leitung Technologietransfer
+49 721 608-25582
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Fördermöglichkeit über den Helmholtz-Validierungsfonds (HVF)

Programmbeschreibung

Der Helmholtz-Validierungsfonds (HVF) ist ein zentrenübergreifendes Finanzierungsinstrument aus Mitteln des Impuls- und Vernetzungsfonds und soll Lücken schließen zwischen:

  • wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren marktfähigen Anwendungen,
  • öffentlicher Forschung und privaten Investitionen.

Indem die Finanzierungslücke verringert wird, soll eine Brücke zwischen Idee und Anwendung geschlagen werden. Forschungsergebnisse können dank des Helmholtz-Validierungsfonds weiterentwickelt werden, so dass eine Wertsteigerung und Kommerzialisierbarkeit erreicht wird. Dazu mangelt es häufig an einer Validierung – also einem Beleg, der die Ergebnisse für Partner aus der Wirtschaft interessant macht, zum Beispiel durch:

  • einen Nachweis der generellen Anwendungsfähigkeit,
  • die Erprobung eines geeigneten Produktionsverfahrens,
  • eine präklinische Prüfung.

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Allgemeine Informationen zum HVF finden Sie auf folgender Übersichtsseite:

www.helmholtz.de/transfer/technologietransfer/transferinstrumente/helmholtz_validierungsfonds/

 

 

 

Vorlauf:

Gefördert werden Projekte, die durch eine Validierungsphase den Wert einer Erfindung bzw. die Kommerzialisierungschance eines Produktes oder Services erhöhen können. Die Validierung stellt somit also einen qualifizierten Nachweis dar, dass die Forschungsergebnisse eine praktische und kommerzielle Relevanz haben. Ein derartiger Nachweis der technischen Machbarkeit bzw. des wirtschaftlichen Potentials soll zu einer Attraktivitätssteigerung führen, wodurch die validierte Idee für Partner aus der Wirtschaft oder für mögliche Kapitalgeber interessant wird.

Neben den formalen Kriterien müssen folgende Bedingungen erfüllt sein, um eine Förderung aus dem Validierungsfonds zu erhalten:

  • Das Projekt wird von einer Wissenschaftlerin/einem Wissenschaftler aus einem Helmholtz-Zentrum beantragt.
  • Das Projekt ist für eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren geplant.
  • Die Zuwendung aus dem Helmholtz-Validierungsfonds für das Projekt übersteigt nicht 1.000.000 Euro pro Jahr und sollte in der Regel über 250.000 Euro pro Jahr liegen.

 

Antrag:

Validierungsvorhaben aus den Helmholtz-Zentren werden in einem zweistufigen Antragsverfahren ausgewählt. Vor- und Hauptanträge werden durch unabhängige Gutachter beurteilt, wobei der Vorantrag nicht mehr zwingend erforderlich ist, aber empfohlen wird. Die Voranträge im Umfang von fünf Seiten können jederzeit eingereicht werden. Spätestens zwei Monate nach Einreichung des Vorantrags erfolgt entweder eine begründete Ablehnung des Vorantrags oder eine Zulassung zum Hauptantrag. Bei einer Zulassung zum Hauptantrag ist im Antragsformular auf maximal 20 Seiten die Projektplanung inklusive Meilenstein- und Finanzplan zu detaillieren. Beizufügen ist die schriftliche Bestätigung des Helmholtz-Zentrums, dass der Antrag unterstützt und der Eigenanteil gewährleistet wird. Die Validierungsprojekte werden von einem mit externen Experten besetzten Entscheidungsboard ausgewählt.

Wenn Sie Interesse an einer Antragsstellung haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beraten und unterstützen Sie bei der Erstellung, Ausarbeitung und Einreichung.

 

Bewilligung:

Zur Plausibilitätsprüfung der Voranträge gehören folgende Kriteriengruppen, die von unabhängigen Gutachtern bewertet werden:

  • Kommerzialisierungspotential,
  • Mehrwert durch Validierung,
  • Umsetzbarkeit.

In der Phase der Hauptanträge wird zudem die Kriteriengruppe „Projektmanagement“ in die Bewertung einbezogen.

Wenn der Antragsprozess mit einer positiven Entscheidung des Entscheidungsboards erfolgreich durchlaufen ist, wird ein Zuwendungsvertrag zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Helmholtz-Zentrum geschlossen. Die Zuwendung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt und ist bedingt rückzahlbar.

Bei der finanziellen Abwicklung unterstützt Sie FIMA (Drittmittel), bei ggf. notwendigen Kooperationsverträgen die DE Recht. IMA wird gerne den Kontakt zu den richtigen Ansprechpartnern herstellen.

 

Laufzeit:

Die Laufzeit eines Projektes kann bis zu zwei Jahren betragen.

Die aus dem Validierungsfonds geförderten Projekte sind an eine Meilensteinplanung gebunden. Die Erfüllung der Meilensteine ist Voraussetzung für den Mittelabruf, der in entsprechenden Tranchen von in der Regel drei bis sechs Monaten erfolgt.

Die finanzielle Abwicklung während der Laufzeit wird durch FIMA (Drittmittel) betreut, gerne unterstützt das Innovationsmanagement, wenn gewünscht, bei organisatorischen Fragen.

 

Abschluss:

Mit Abschluss des Validierungsprojektes muss eine sofortige Kommerzialisierung möglich sein. Dazu sind in der Endphase des Projekts die verschiedenen Verwertungsoptionen zu prüfen, um im Anschluss an die Förderung eine Kommerzialisierung über einen Kooperationspartner bzw. eine Lizenzvereinbarung mit einem Wirtschaftspartner oder über eine Ausgründung realisieren zu können.

Die finanzielle Abwicklung des Abschlusses wird durch FIMA (Drittmittel) betreut, gerne unterstützt das Innovationsmanagement, wenn gewünscht, bei Fragen zum Abschlussbericht und der anschließenden Kommerzialisierung.