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Bessere Simulation für den Leichtbau

SIMUTENCE bietet neue Simulationsmethoden für die virtuelle Produktentwicklung von faserverstärkten Kunststoffen an.
Glassomer Team
Glassomer Produkt
Mithilfe der virtuellen Prozesskette von SIMUTENCE können Unternehmen die Belastbarkeit und Herstellbarkeit von Bauteile aus Faserverbunden simulieren.

Das Gründerteam von SIMUTENCE (v.l.): Dr. Martin Hohberg, Dr. Benedikt Fengler und Dominik Dörr helfen Unternehmen beim Einsatz faserverstärkter Kunststoffe mit Simulationslösungen.

 

Unsicherheiten und Kosten bei der Entwicklung und dem Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen verringern – das wollen die drei Gründer von SIMUTENCE erreichen. Tatsache ist, dass faserverstärkte Kunststoffe hervorragende mechanische Eigenschaften, wie bspw. eine hohe Materialsteifigkeit und gleichzeitig ein sehr geringes Gewicht, bieten. „Gerade im Zuge der Elektromobilität und der Reduktion von CO2-Emissionen spielt der Leichtbau eine immer größere Rolle“, so Dominik Dörr aus dem Gründerteam. „Faserverbundwerkstoffe, die viele auch als ‚Carbon‘ bezeichnen, weisen nämlich ein enormes Leichtbaupotenzial auf, z.B. in Fahrzeugstrukturen. Jedoch sind zur optimalen Ausschöpfung des Leichtbaupotenzials geeignete Simulations- und Optimierungsmethoden notwendig.“ Die Belastbarkeit entsprechender Bauteile, ebenso wie die Herstellbarkeit in Produktionsprozessen lässt sich aber mit aktuell verfügbarer Software nicht ausreichend genau simulieren und auslegen. Die Folge für die Unternehmen sind Unsicherheiten in der Herstellung und dem Einsatz sowie oft hohe Kosten. Gleichzeitig sind geeignete Simulationsmethoden zur Verringerung dieser Unsicherheiten kommerziell nur sehr eingeschränkt verfügbar.

Und genau hier setzen Dominik Dörr, Dr. Benedikt Fengler und Dr. Martin Hohberg vom Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) am KIT an. Mit ihrem Spin-off SIMUTENCE, das sie im Februar 2019 gegründet haben, bieten sie neue Verfahren für die virtuelle Produktentwicklung von faserverstärkten Kunststoffen an. Auf Basis von Prozess- und Struktursimulationen schaffen sie es, faserverstärkte Kunststoffbauteile innerhalb einer virtuellen Prozesskette zuverlässig auszulegen und die zugehörigen Herstellungsprozesse zu optimieren. Hierfür bietet SIMUTENCE Add-ons für in der Industrie bereits etablierte Software an. Zum einen für den direkten Einsatz beim Kunden, aber auch in Form von Ingenieursdienstleistungen. „Dabei liegt unser Schwerpunkt auf der Simulation der Herstellungsprozesse, welche bei Faserverbundwerkstoffen entscheidend für die sich einstellenden Bauteileigenschaften sind, sowie auf der Optimierung von Bauteilkonstruktionen zur optimalen Ausnutzug des Leichtbaupotenzials“, erklärt Dörr.

Die Idee zur Gründung kam den drei Maschinenbauern während ihrer gemeinsamen Zeit als Doktoranden am Teilinstitut Leichtbautechnologie des FAST. Hier haben die drei Gründer schon in verschiedenen industrienahen Forschungsprojekten eng zusammengearbeitet. Während dieser Zeit haben sie festgestellt, dass seitens der Industrie ein großes Interesse an ihren hochentwickelten Simulationsmethoden und dem damit einhergehenden Knowhow für die virtuelle Produkt- und Prozessentwicklung von Faserverbunden als auch für Material und Prozesse selbst besteht. Unterstützung bei der Gründung haben sie von der KIT-Gründerschmiede, u.a. von Dr. Rolf Blattner, erhalten. Als Mentor und Coach steht ihnen Dr. Tobias Grab, selbst erfolgreicher Gründer und KIT-Alumnus, zur Seite. Das KIT hat im Frühjahr 2019 eine Beteiligung an SIMUTENCE realisiert.

 

KONTAKT:

SIMUTENCE GmbH
Rintheimer Querallee 2

info∂simutence.de

www.simutence.de